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Ein Wochenende in Berlin

Früher habe ich einmal in Berlin gewohnt. Ich war aber schon ziemlich lange nicht mehr dort. Jetzt wollte ich einerseits selbst sehen, was sich in dieser Zeit alles verändert hat, andererseits wollte ich auch meiner Frau einmal Berlin zeigen, die noch gar nie dort war. Dank günstiger Flüge ab Stuttgart konnten wir uns ein verlängertes Wochenende gönnen, an dem wir natürlich nur eine kleine Auswahl der Sehenswürdigkeiten zu Gesicht bekamen.

Zuerst fuhren wir nach Potsdam, der Residenz- und Garnisonstadt des “Soldatenkönigs” Friedrich Wilhelm I. Unter seinem Sohn, Friedrich dem Großen, wurde Potsdam ein kultureller und künstlerischer Mittelpunkt mit zahlreichen repräsentativen Bauten. Dazu zählt die imposante Nikolaikirche am Alten Markt und ein neuer, moderner Theaterbau. Hauptsächlich wollten wir aber das Schloss und den Park Sanssouci besuchen, wo Friedrich der Große “ohne Sorgen” dichtete, philosophierte und Flöte spielte. Zusammen mit Scharen von Besuchern rutschten wir auf Filzpantoffeln durch die unzähligen Räume des Schlosses. Sehenswert ist der Park, durch den man lange Spaziergänge unternehmen kann.

Unser nächstes Ziel auf dem Weg zum Stadtzentrum von Berlin war der Wannsee. Wer Zeit hat, kann mit dem Schiff eine Rundfahrt unternehmen. Hätte es noch sommerliche Temperaturen gehabt, wäre ein Bad im Wannsee sicher auch eine nette Freizeitbeschäftigung gewesen.

Im Anschluss besuchten wir den Funkturm, der im Zentrum des Messegeländes im ehemaligen Westteil der Stadt liegt. Die Stahlkonstruktion des Funkturms erinnert etwas an den Eiffelturm in Paris.

Schon war es Abend geworden und nach einem Restaurantbesuch war es dann auch Zeit ins Hotel zu gehen. Das frühe Aufstehen am Morgen und die Besichtigungen am Tag hatten uns doch recht müde gemacht. Die nächsten beiden Tage wollten wir intensiv für die vielen Sehenswürdigkeiten des Zentrums nutzen. Pflichtprogramm war auf jeden Fall das Brandenburger Tor, an dem früher die Mauer verlaufen ist und das im Ostteil der Stadt lag. Vom Osten aus konnte man das Tor aber auch nicht aus der Nähe besichtigen, da der Grenzbereich weiträumig abgesperrt war. Danach besichtigten wir den Reichstag und seine Kuppel. Von dort hat man eine schöne Aussicht über das Regierungsviertel. In die Kuppel kommt man übrigens kostenlos. Allerdings sollte man am Morgen möglichst früh dran sein. Dann sind die Warteschlangen noch nicht so lange.

Danach wanderten wir Unter den Linden in Richtung Alexanderplatz. Kein ganz billiges Vergnügen ist die Auffahrt auf den Fernsehturm, von dem man aber den besten Rundblick über Berlin hat.

Am letzten Tag haben wir uns noch den ehemaligen Westteil Berlins angeschaut. Neben der Gedächtniskirche und einem Bummel auf dem Kudamm besuchten wir auch das Schloss Charlottenburg. Dann hieß es auch schon wieder zum Flughafen zu fahren und den Rückflug nach Stuttgart anzutreten.

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