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Tagesausflug nach Hamburg

Da der 1. Mai in diesem Jahr auf einen Donnerstag fiel, war am Mittwoch davor mit entsprechend hohem Passagieraufkommen zu rechnen, das ins verlängerte Wochenende starten wollte. Umso verwunderlicher fand ich es, dass Air Berlin die Tickets ein dreiviertel Jahr zuvor recht günstig verkauft hat. Wie kann man besser in den Mai starten als mit einem Tagestrip von Stuttgart nach Hamburg? Eigentlich war es mal wieder ein Halbtagestrip. So konnte ich den Vormittag noch nutzen, um in Stuttgart ein wenig zu arbeiten. Der Flieger sollte erst um 12.15 Uhr in Echterdingen starten.

Einmal mehr hatte sich meine Strategie, einen Sitzplatz recht weit hinten auszuwählen, als richtig herausgestellt. Obwohl für den Flug keine Tickets mehr verfügbar waren, blieb der Mittelplatz 23B (vorletzte Reihe) neben mir leer. Die Plätze recht weit hinten sind einfach unbeliebt. Bei Airlines mit freier Sitzplatzwahl (die langsam am Aussterben sind) ist das sogar noch extremer (vor allem dann, wenn über einen Finger geboardet wird). Der Flug ging über Heilbronn, Würzburg, Hannover (sehr schön konnte man den Flughafen Langenhagen sehen) bis nach Hamburg, das man am linken Fenster beim Landeanflug sehr gut sah. Immerhin gibt es bei Air Berlin (tatsächlich war es ein dba-Flug, was man aber kaum noch merkt) kostenlose Bordverpflegung. Zur Auswahl hatte man ein Getränk (dass es nur ein Getränk gibt, wurde ausdrücklich durchgesagt) und dazu entweder ein (winziges) Stück Marmorkuchen oder ein kleine Tüte Kartoffelchips. Der Marmorkuchen war so klein, dass ihn mein Sitznachbar auf 23C sogar wieder der Flugbegleiterin zurückgab und stattdessen eine Chipstüte verlangte. Die Landung in Hamburg war pünktlich und nach ein paar Minuten war ich aus dem Flugzeug draußen. Die hinteren Plätze sind eben auch deswegen so unbeliebt, weil man beim Aussteigen über den Finger dort besonders lange warten muss.

Mit dem Bus fuhr ich bis zum Bahnhof Ohlsdorf und von dort weiter mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof (dorthin fährt auch die S-Bahn, die wohl etwas schneller ist). Was für uns in Stuttgart die Königstraße ist, ist in Hamburg die Mönckebergstraße, die ich bis zum Rathaus lief und wo ich an der Innenalster dann ein wenig die Sonnenstrahlen genoss (es war eine gute Entscheidung nach Hamburg zu fliegen, denn das Wetter war am 30.04. dort wesentlich besser als in Stuttgart). Von dort ging ich weiter Richtung Hafen, wo ich mir zuerst die Baufortschritte bei der Hafencity anschaute. Dann noch ein wenig am Hafen entlang Richtung Landungsbrücken, wo ich mich erneut in die Sonne setzte. Dann hieß es langsam schon wieder Abschied zu nehmen von Hamburg und die Rückfahrt nach Fuhlsbüttel anzutreten. Ein für den Reisenden durchaus angenehmer Flughafen, der nahe an der City ist (die Anwohner werden es wohl etwas anders sehen). Wenn erst einmal die S-Bahn bis zum Flughafen Hamburg fährt, wird dieser hervorragend erreichbar sein.

Hafen Hamburg

Der auf 20.20 Uhr angesetzte Rückflug war leider eine knappe halbe Stunde verspätet. Ein Teil der Verspätung wurde durch den großzügig berechneten Flugplan dann aber wieder aufgefangen. Weniger gut hatten es einige Passagiere, die mit BA nach London-Heathrow fliegen wollten. Deren Maschine war über zwei Stunden verspätet. Arme Menschen! Erst eine Menge Delay und dann auch noch die Ankunft im Terminal 5. :-) Für meinen Rückflug gab es am Tag zuvor auch keine Tickets mehr zu kaufen und trotzdem blieb auch dieses Mal der Platz neben mir in der vorletzten Reihe wieder leer. Schade, dass ich bald bei AB keine Sitzplätze mehr kostenlos im Voraus reservieren kann, weil ich den Silberstatus verliere. Seit der Programmänderung im vergangenen Herbst ist es für einen Billigflieger wie mich kaum noch möglich, genug Meilen zu erwirtschaften, um den Silberstatus zu behalten. Das und die im April eingeführte Sitzplatzreservierung bei Germanwings werden mich wohl dazu bringen, künftig etwas mehr Germanwings zu fliegen (wenn der Preis stimmt).

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