Tagesausflug zur Cala Torta auf Mallorca
Nach einer “längeren” (babybedingten) Flugpause war es gestern mal wieder Zeit für einen Tagestrip. Ziel sollte einmal mehr Mallorca sein, was so etwas wie meine Lieblingsdestination ist. Die Insel hat einfach touristisch viel zu bieten und ist von Stuttgart mit rund 100 Minuten Flugzeit im Rahmen eines Tagesausflugs noch gut zu erreichen.
Bei einer “Fliegenpreise”-Aktion von Condor konnte ich mir das Hinflug-Ticket zum Endpreis von 29 Euro sichern. Mittlerweile sind die günstigsten im Rahmen solcher Aktionen angebotenen Tickets leider teurer geworden. Der Hinflug sollte in Stuttgart um 6.20 Uhr starten, doch leider wurde ich ein Opfer des Nachtflugverbots auf dem “Landesflughäfle” von Baden-Württemberg, der mit 10 Millionen Passagieren im Jahr nur eine Start- und Landebahn hat. Die Maschine, mit der ich nach Malle hätte fliegen sollen und letztlich dann auch flog, sollte am Vorabend aus Hurghada kommend um 23.25 Uhr in Stuttgart landen. Ganz offensichtlich hat man den Tag über die ein oder andere Verspätung angehäuft, so dass es nicht mehr möglich war, Stuttgart vor Beginn des Nachtflugverbots zu erreichen. Also flog man in Hurghada so ab, dass unmittelbar nach Ende des Nachtflugverbots um 6 Uhr morgens gelandet werden konnte. Diejenigen, die sich deswegen den Abend und Teile der Nacht in Hurghada um die Ohren schlagen mussten, können einem Leid tun. Wenigstens hatten so die armen lärmgeplagten Anwohner auf den Fildern, die in den letzten Jahren immer mehr wurden (!!!), eine ruhige Nacht. Nebenbei bemerkt: Ich vermeide eigentlich immer die Buchung von Flügen, die nach 22.30 Uhr in Stuttgart planmäßig landen, weil mir das mit dem Nachtflugverbot zu riskant ist. Zurück zum Tagesausflug: Die Boeing 757 war tatsächlich gegen 6 Uhr in Stuttgart. Bis sie allerdings entladen, neu beladen und gereinigt war, verging einige Zeit. Die Ankunft auf Mallorca erfolgte dann erst gegen 9.40 Uhr. Das Flugzeug hatte so erneut rund 80 Minuten Verspätung, die sich wohl weiter durch den Tag zog.
Auf Mallorca hatte ich einen Mietwagen, der für den Tag nur rund 25 Euro gekostet hat. Im Winter bekommt man solche Schnäppchen häufiger, für den Juli war der Preis nicht schlecht, zumal ich auch noch Glück hatte und einen Seat Leon erhielt. Üblicherweise kommt man in dieser Preisklasse in den vollen Genuss koreanischer Autobaukunst. Das hat auf Mallorca den Nachteil, dass man nicht gerade komfortabel fährt. Für daheim hat es den Riesenvorteil, dass ich danach sicher weiß, was niemals in die Garage kommen wird. Den Mietwagen bucht man besser hier in Deutschland. Wer sich erst spontan auf Mallorca zur Anmietung entschließt, zahlt in der Regel mehr. Häufig sogar deutlich mehr.
Als Reiseziel hatte ich mir die Cala Torta vorgenommen. Viele werden diese Bucht gar nicht kennen. Das liegt daran, dass sie nicht in den Prospekten der Reiseveranstalter vorkommt. Hotels gibt es an der Bucht erfreulicherweise keine. Das heißt aber nicht, dass man am Strand völlig einsam ist. Dafür sorgen zahlreiche andere Urlauber, die ihre Mietwagen ebenfalls dorthin bewegen. Wer zur Cala Torta fahren will, fährt zunächst Richtung Arta im Osten der Insel und folgt dort den Straßenschildern in Richtung Capdepera bzw. Cala Rajada. Kurz nach dem Ortsende von Arta zweigt links die Straße zur Cala Torta ab. Anfangs ist die etwas über zehn Kilometer lange Strecke noch recht gut ausgebaut. Zum Schluss kommt man aber auf eine schlaglochreiche Schotterpiste. Gut, dass man mit einem Mietwagen unterwegs ist.
Der Strand ist sehr schön. Einsam ist er aber in der Hochsaison nicht. Wer keine Karte zur Hand hat, sich aber dennoch etwas auf Mallorca auskennt: Die Cala Torta ist praktisch eine Nachbarbucht zur touristisch erschlossenen Cala Mesquida. Allerdings gibt es keine direkte Verbindungsstraße, was den Weg von der einen zur anderen Bucht massiv verlängert.

Nach einer Weile Badevergnügen und Strandaufenthalt musste ich leider feststellen, dass mir bzw. vor allem meinem Hirn die starke Sonneneinstrahlung zunehmend zu schaffen machte. Ich bin dann Richtung Arta zurückgefahren und habe mir im dortigen Supermarkt erstmal anständig Proviant gekauft. Den Rest des Tages verbrachte ich dann an einem schattigen Plätzchen in Playa de Muro, das im Nordosten von Mallorca in der Bucht von Alcudia liegt.
Den Rückflug hatte ich bei TUIfly gebucht. Bezahlt habe ich mit Meilen, die ich noch hatte. Leider musste ich am Check-in fast eine halbe Stunde warten. Man merkt eben, dass Sommersaison ist und viele Leute mit noch mehr Gepäck unterwegs sind. Auch die Wartezeit vor der Sicherheitskontrolle war mit zehn Minuten recht lang.
Der Rückflug verlief unspektakulär und die Landung in Stuttgart erfolgte um 21.32 Uhr. Über zwei Minuten Verspätung kann man nicht meckern. Schade nur, dass der Mallorca-Aufenthalt durch die Verspätung beim Hinflug etwas verkürzt wurde. Am Abend war ich mit Sonnenbrand und “Matschbirne” aber nur noch froh, wieder zuhause zu sein. Mein nächster Trip nach Mallorca ist erst Ende Oktober. Dann sind die Temperaturen erträglicher.
Noch keine Kommentare